Die Geschichten der Sweet Gwendoline

**** gehen Ende des Jahres vom Netz ****


(Wenn Ihr noch Anfragen habt, stellt sie vor dem 31.12.!)


Liebe Leser,

als ich im Juni 2000 „Schuldendienst“ schrieb, habe ich nicht im Traum daran gedacht, wie viel Zuspruch und Interesse meine Geschichten finden würden. Die ersten Erzählungen gingen um Chaterlebnisse und Vermischungen von realen Begebenheiten mit nackter Phantasie. Damals redete mir Dieter M. zu, eine eigene Homepage mit den Geschichten zu etablieren, die sehr schnell wachsendes Interesse bei Lesern und anderen Geschichtenanbietern fand. Im Herbst wechselte ich zu Taronga, wo mir Elodea eine wunderschöne Seite bereitstellte. Sehr häufig wurde besonders das ansprechende Layout von Besuchern gewürdigt. Ein deutliches Zeichen, dass auch Websites mit BDSM-Inhalten nicht immer in Schwarz gehalten werden müssen.

Es entstanden spezielle Geschichten, die für manche Leser schon zu den Klassikern ihrer sexuellen Ausrichtung gehören, wie „Der Japaner“ für die Bondagefreunde oder „Andrea & Lady Clara“ für die devoten Transsexuellen.

Fast ein Jahr später wurde mir die eingeschränkte Thematik aber zu eng, zumal ich das Gefühl hatte mit „Glanz in den Augen“ und „Die Gemeinschaft der Lilie“ meinen vorläufigen Höhepunkt mit Erotikgeschichten gefunden zu haben. Mit ganz anderen Inhalten suchte ich neue Leser und Kritiker in verschiedenen Diskussionsforen. Daß ich mit „Barbara fliegt“ und „Maries Quote“ im DeepBlue landete, war ein Glücksfall. Im gegenseitigen, fruchtbaren Austausch lernte ich seit dem viel dazu und versuche mich immer wieder in einer neuen Thematik. Überraschende Geschichten, wie der christliche Gerichtskrimi „Miriam“ oder der Western „Aufrecht“ entstanden.

Ich schrieb sehr unterschiedliche Geschichten, bei denen sich mein Stil veränderte. Heute würde ich nicht mehr so arbeiten wie bei „Schuldendienst“. Das Stilmittel der Satzfetzen, verbunden mit Pünktchen als Gedankenpausen, findet sich jetzt nicht mehr. Ebenso, wie die vielen Schreibfehler, die Dank meines Lektors Volker H. vor der Veröffentlichung verbessert werden. Trotzdem habe ich die alten Geschichten auch hier nicht überarbeitet. Sie waren so und jeder muß zu seiner Vergangenheit stehen.

In meinem Buch finden sich neben erotischen Geschichten und Ausflügen in die unterschiedlichsten Genres mehrere sehr persönliche Erzählungen, wie „Ein Zeichen der Liebe“ „Jahrgangstreffen“ „Nur im Schlaf“ oder „Die Blaue Tür“ aus denen ein sensibler Leser viel über mich erfahren kann. Eigentlich steckt in vielen Geschichten ein Teil von mir.

Große Freude machte ein Projekt mit einem Querschnittsgelähmten, dem ich seinen Wunsch erfüllte und eine Geschichte mit Behindertensex schrieb: „Auf Distanz“

Wiederkehrendes in den Geschichten sind die fabelhaften Zeichnungen des großen John Willie und die junge Hexe Eliza, die auf den großen Magier Carthanus trifft.

Ich möchte noch kurz auf „Glück durch Unterwerfung“ hinweisen, die mir sehr wichtig ist.
Es ist ein Versuch SM-Philosophie in einer Geschichte zu vermitteln. Entstanden, als ich eine langwierige, sehr spannende Diskussion mit einem religiösem Philosophen über die Gefühle im BDSM hatte.

Obwohl ich aus Gründen des Jugendschutzes meine Homepage bis auf eine kärgliche Visitenkarte reduzieren mußte, erreichen mich doch noch regelmäßig Mails von Lesern, um mir Feedback zu meinen Geschichten zu schreiben, die im Internet an diversen Stellen zu lesen sind. Leider beschränken sich jedoch fast alle Anbieter auf die Geschichten mit harter Erotik. Vermutlich weil solche Inhalte doch die höchsten Besucherzahlen versprechen.

Ebenso erreichen mich immer wieder Anfragen nach dem Buch, dessen bisherige Auflagen schnell ausverkauft waren. Den Mails entnehme ich, daß es doch etwas ganz anderes ist, eine vollständige Sammlung in einem Buch zu besitzen, als einen Teil der Geschichten auf diversen Internetseiten zusammen zu suchen.

Mein Buch geht somit in die vierte Auflage, was mich schon etwas stolz macht. Was kann einer Frau schon angenehmeres widerfahren, als dass sie „gefragt“ ist?

Gwen

Das Gästebuch gibt's noch...